Der Großhändler ändert die Preise. Ihr Angebot rechnet noch mit den alten.
Über Datanorm und IDS-Connect ändern sich die Preise Ihrer Lieferanten schneller, als jemand sie abtippen kann. Für Förderbedingungen gilt dasselbe, und für die Positionen im Leistungsverzeichnis, das gerade hereingekommen ist, sowieso.
Das sieht nach einem KI-Thema aus. Meistens ist es keines. Unten stehen beide Fälle getrennt — und dazu die Stelle, an der es im Handwerk nicht die Technik ist, die bremst, sondern eine Lizenz.
Vier Quellen, die sich ständig ändern
Ein Leistungsverzeichnis kommt als GAEB-Datei herein — D81 bis D86, je nachdem, wer es geschickt hat. Jede Position muss gegen Ihren eigenen Leistungs- und Artikelstamm gehalten werden, bevor überhaupt gerechnet werden kann.
Daneben laufen drei Quellen, die niemand anhalten kann: die Preislisten des Großhandels, die Förderlage bei BAFA, KfW und GEG und die Fälligkeiten aus Ihren Wartungsverträgen — Legionellenprüfung, Gasprüfung, Dichtheitsprüfung, die gewöhnlichen Intervalle.
Jede dieser vier Quellen ist für sich harmlos. Gleichzeitig aktuell sind sie nie, und wenn eine hinterherhinkt, steht der Fehler in Ihrem Angebot, nicht in der Preisliste.
Der größere Teil braucht kein Sprachmodell
Wir haben für einen Sanitär-, Heizungs- und Klimabetrieb zwanzig Anwendungsfälle durchgerechnet — die Preisauskunft, die Objektakte, die Wartungsfälligkeit, die Angebotserstellung, die Disposition, die Nachkalkulation und vierzehn weitere. Bei sechs davon braucht es gar kein Sprachmodell. (Anforderungskatalog vom 24. Juli 2026, eigene Arbeit.)
Der Preisabgleich mit dem Großhandel ist eine Schnittstelle, kein Chat. Für die Zuordnung einer GAEB-Position zu Ihrem Leistungsstamm gibt es Klassifikationsverfahren, die älter sind als der heutige KI-Betrieb. Sie sind in dieser Aufgabe genauer. Und hinter einer fälligen Legionellenprüfung steht eine Regel mit einem Datum daran.
Das schreiben wir hin, obwohl wir von KI leben. Wer Ihnen für diese drei Fälle ein Sprachmodell einrichtet, richtet Ihnen das teurere Werkzeug für den einfacheren Teil ein — und Sie bezahlen es jeden Monat weiter.
Zwei Stellen, an denen es anders aussieht
Die Antwort ist wertlos ohne ihre Quelle
Die Förderlage bei BAFA und KfW ändert sich mitten im Angebot. Eine Auskunft, die Ihr Büro einem Kunden gibt, muss deshalb zwei Dinge mitliefern — den Stand, auf den sie sich stützt, und die Stelle, an der das steht.
Genau das ist der Grund, warum hier ein Sprachmodell sinnvoll ist und gleichzeitig der gefährlichste Fall auf dieser Seite: Eine selbstbewusst falsche Förderauskunft kostet Sie nicht Zeit, sondern Geld und Vertrauen. Ein System ohne Quellenangabe je Antwort ist für diesen Fall nicht brauchbar, und wir bauen es dafür nicht.
Was ist da eigentlich verbaut?
Welches Gerät steht im Keller, seit wann, mit welcher Seriennummer, was wurde zuletzt getauscht, was ist bei diesem Objekt besonders: Das steht bei Ihnen in einer Mischung aus Auftragsdaten, Serviceberichten, Bautagebüchern und Fotos vom Typenschild.
Durchsuchbar gemacht heißt, dass ein Monteur im Keller fragt statt sucht — und die Antwort mit Herkunft bekommt: welcher Bericht, welches Datum. Ohne Netz im Keller ist das eine eigene Aufgabe und keine Nebensache; wir sagen Ihnen im Orientierungstag, ob Ihr Bestand sie hergibt.
Ihre Regelwerke dürfen Sie oft gar nicht einlesen
TRGI, DVGW-Arbeitsblätter, DIN, VDE, GEG: das Regelwerk, nach dem Sie arbeiten. Der naheliegende Gedanke — die Normen einscannen und die KI darin nachschlagen lassen — ist in aller Regel durch die Lizenz untersagt. Die Lizenzen verbieten nicht allein Drucken und Scannen; sie nennen die maschinelle Verarbeitung für eine KI-Abfrage ausdrücklich mit.
Es gibt dafür inzwischen eine Lösung, und uns ist genau eine bekannt: DIN Media gibt eine Lizenz aus, die die KI-Nutzung zulässt. Ob es weitere Anbieter gibt, wissen wir nicht — wir haben keinen zweiten gefunden. Wichtiger ist ohnehin, was diese Lizenz nicht abdeckt, und das steht in ihren eigenen Bedingungen: ISO und VDE sind ausgenommen. Für einen Elektrobetrieb ist das die entscheidende Zeile, und für Sie die erste Rechnung: Wie viel von Ihrem Regelwerk ist DIN, und wie viel nicht?
Dann steht dort eine Bedingung, die wir selbst nicht besser hätten formulieren können. Erlaubt ist die Nutzung „ausschließlich in einer betriebsinternen, gekapselten KI-Umgebung, ohne öffentliche oder externe KI-Modelle zu trainieren“. Den Betrieb im eigenen Haus schreibt hier kein Berater vor, sondern der Rechteinhaber. Eine Cloud-Lösung, in die Sie Ihre Normen hineinkopieren, erfüllt diese Bedingung nicht.
Was das für Sie heißt, sagen wir ohne Umweg: Ein Anbieter, der Ihnen „Ihre Normen als KI-Wissensbasis“ verspricht, hat diese Frage entweder geklärt oder Sie in ein Lizenzrisiko gestellt. Fragen Sie danach, bevor Sie unterschreiben — bei uns genauso.
Unser Weg ist der schmalere: Verweise und Metadaten statt Volltext. Die KI sagt Ihnen, welche Regel für den Fall gilt und wo sie steht; lesen müssen Sie sie in Ihrer lizenzierten Quelle. Das ist weniger, als mancher verspricht, und es ist das, was die Lizenz hergibt.
Wo wir aufhören
Keine Fördergarantie. Wir bauen Auskünfte mit Quelle und Datum. Ob eine Förderung am Tag der Antragstellung noch gilt, verantwortet niemand für Sie — auch wir nicht.
Keine Normvolltexte in Ihrer Wissensbasis, solange die Lizenz das nicht hergibt. Wir fragen danach, bevor wir etwas einlesen, und sagen Nein, wenn die Antwort fehlt.
Ihre Branchensoftware bleibt, solange sie trägt. Wir docken an, wir reißen nicht heraus. Zeigt die Rechnung, dass ein Wechsel günstiger wäre, sagen wir das — mit der Rechnung dazu.
Keine Einsparungszahl, die wir nicht gemessen haben. Was ein Preis-Abgleich oder eine Anlagenakte in Ihrem Betrieb wirklich spart, wissen wir erst, wenn wir es bei Ihnen gerechnet haben. Vorher nennen wir keine Zahl.
Wie wir anfangen
Erstgespräch
30 Minuten, unverbindlich, ohne Verkaufsdruck. Sie erzählen, welcher Vorgang im Büro am meisten nachgearbeitet werden muss. Wir sagen, was davon eine Schnittstelle ist und was ein KI-Thema.
Orientierungstag
Ein Tag zum Festpreis von 1.900 Euro. Ergebnis ist ein schriftliches Dokument: die geprüften Vorgänge, je mit Aufwand und Betriebsstufe, die Lizenzlage Ihrer Regelwerke — und die Liste dessen, wovon wir abraten. Es gehört Ihnen.
Ein Vorgang zuerst
Wir fangen mit einem einzigen Vorgang an, nicht mit einem Programm. Trägt er nach der vereinbarten Zeit nicht, hören wir dort auf, und Sie behalten das Dokument.
Schreiben Sie uns, was im Büro nachgearbeitet wird
Schreiben Sie den Vorgang hin, an dem es hakt. „Die GAEB-Positionen aus der Ausschreibung Schulzentrum von Hand zuordnen“ können wir beantworten; „Digitalisierung“ nicht.
Fangen wir bei der Preisliste an
30 Minuten, unverbindlich, ohne Verkaufsdruck. Nennen Sie uns die Quelle, die bei Ihnen am häufigsten veraltet ist. Wir sagen Ihnen, ob dahinter eine fehlende Schnittstelle steckt, eine Regel — oder tatsächlich ein KI-Thema.